Klimarisikoindex 2050: 372 von 400 Regionen künftig stark von Hitze betroffen

Der neue Klimarisikoindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der ERGO Versicherung bewertet die Klimarisiken aller 400 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland auf einer Skala von 0 bis 10. Ergebnis: Die Betroffenheit variiert stark nach Lage und Infrastruktur, insgesamt steigt das Risiko bis 2050 deutlich.
Hotspots sind Küstenregionen und Flusslagen. Wilhelmshaven weist aktuell mit 5,7 den höchsten Indexwert auf (2050: 5,9). Am unteren Ende liegt Kempten mit 2,8, trotz künftig wachsender Starkregenrisiken.
Die dominierenden Gefahren sind Sturm, Starkregen und Hitzestress. Sturm betrifft bereits heute alle Regionen(Index > 7,5). Starkregen belastet jede vierte Region, besonders bergige Gebiete. Hitzestress wird bis 2050 für 372 von 400 Regionen relevant (Index > 3), mit Schwerpunkten u. a. in Brandenburg.
Trotz steigender Risiken fehlt vielen Kommunen das Geld für Prävention. Experten fordern, Sondermittel gezieltvor Ort einzusetzen und die finanzielle Last der Kommunen zu senken. Der Index basiert auf 20 Klimamodellen (CMIP6) und dient Politik, Wirtschaft und Kommunen als Planungsinstrument.

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Die vollständigen Daten und Hintergründe finden Sie im Originalartikel.

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Simon Brechel

Nachhaltigkeitsberater

Unterstützt Organisationen strategisch und praxisnah – bei der Entwicklung, Umsetzung und Verankerung einer nachhaltigen Unternehmensführung.