Bild PCF-Product Carbon Footprint

Erstellung von Product Carbon Footprints (PCF)

Erstellung von Product Carbon Footprints (PCF)

Ein Product Carbon Footprint (PCF) macht klimarelevante Emissionen entlang des gesamten Produktlebenszyklus transparent und bildet eine belastbare Grundlage, um produktbezogene Emissionen gezielt zu reduzieren, beispielsweise durch die Optimierung von Produktionsprozessen oder den Einsatz alternativer Materialien.

Mein Beratungsprozess

Mein PCF-Beratungsprozess beginnt mit der Klärung des Anwendungszwecks – vom internen Hotspot-Screening bis hin zu kundenspezifischen Anforderungen oder der Erstellung standardkonformer Ökobilanzen. Anschließend definieren wir funktionale Einheit, Systemgrenzen und methodische Regeln gemäß ISO 14067.

Darauf aufbauend strukturieren wir ein belastbares Datenmodell, kombinieren Primärdaten aus Produktion, Materialeinsatz und Transport mit qualitätsgesicherten Sekundärdaten und berechnen den PCF mithilfe anerkannter Tools. Nach der Modellierung interpretiere ich die Ergebnisse, identifiziere Emissions-Hotspots und entwickle konkrete Reduktionsoptionen. Abschließend unterstütze ich bei der transparenten Kommunikation des PCF sowie bei der regelmäßigen Aktualisierung und Integration in die Unternehmenskommunikation.

Profilbild von Simon Brechel

Sie möchten den PCF Ihrer Produkte ermitteln? Ich unterstütze Sie gerne.

FAQs zur Erstellung eines Product Carbon Footprints (PCF)

Dieser FAQ beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema Product Carbon Footprint (PCF).

Ein PCF beziffert, wie viele Treibhausgasemissionen einem Produkt zugeordnet werden – angegeben in kg CO₂-Äquivalenten (CO₂e). Er basiert auf dem Prinzip der Lebenszyklusbetrachtung (LCA): Emissionen werden entlang definierter Prozessschritte erfasst und zusammengeführt. Wichtig: Ein PCF betrachtet nur Klimaauswirkungen (Treibhausgase), nicht alle Umweltwirkungen (z. B. Wasser, Biodiversität).

Ein PCF zeigt, wo die größten Emissions-Hotspots eines Produkts liegen (z. B. Material, Energie, Transport). Dadurch können Sie Maßnahmen gezielt priorisieren – statt „überall ein bisschen“. Außerdem hilft er, Kundenanfragen (z. B. aus der Lieferkette) fundiert zu beantworten und Verbesserungen über die Zeit messbar zu machen.

Üblich sind ISO 14067 (Carbon Footprint of Products) sowie die LCA-Grundlagen ISO 14040/14044. ISO 14067 definiert Prinzipien, Anforderungen und Leitlinien zur Quantifizierung und (optional) Kommunikation des PCF und ist dabei konsistent zu ISO 14040/44. Eine verbreitete Alternative/Ergänzung ist der GHG Protocol Product Standardfür produktbezogene Lebenszyklus-Bilanzierung.
Die Systemgrenze legt fest, welche Lebenszyklusabschnitte in den PCF einfließen. Cradle-to-gate umfasst Emissionen von Rohstoffgewinnung bis zum Verlassen Ihres Werks (oft genutzt für B2B-Zwischenprodukte). Cradle-to-grave betrachtet zusätzlich Nutzung und End-of-Life (Recycling/Entsorgung) und ist sinnvoll, wenn Sie Endprodukte ganzheitlich darstellen möchten.

Die funktionale Einheit beschreibt genau, worauf sich der PCF bezieht (z. B. „1 Stück“, „1 kg“, „1.000 Nutzungszyklen“). Sie macht Ergebnisse verständlich und ist Voraussetzung, um Produkte sinnvoll zu vergleichen. Ohne identische funktionale Einheit (und Systemgrenze) sind Vergleiche meist irreführend.

Im Idealfall nutzen Sie Primärdaten aus Ihrem Betrieb (Materialmengen, Energieverbräuche, Ausschuss, Prozessdaten) und ergänzen sie um Sekundärdaten aus anerkannten LCA-Datenbanken für Vorstufen. Für Lieferkettenbausteine sind Lieferantendaten sehr wertvoll – aber nicht immer sofort verfügbar. Dann kann man mit konservativen Annahmen starten und die Datenqualität schrittweise verbessern.
Ja – Transporte können ein wichtiger Emissionsfaktor sein und werden in der Regel innerhalb der gewählten Systemgrenze berücksichtigt. Das betrifft z. B. Rohstofftransporte, interne Transporte zwischen Prozessschritten und Distribution. Entscheidend ist, dass Transportarten, Distanzen und Auslastungsannahmen dokumentiert und plausibel sind.

Nur, wenn Sie eine Systemgrenze wählen, die diese Phasen umfasst (typisch: cradle-to-grave). Dann werden Nutzungsannahmen (z. B. Stromverbrauch über die Lebensdauer) und End-of-Life-Szenarien (Recyclinganteile, Verbrennung, Deponie) modelliert. Gerade hier ist Transparenz wichtig, weil Annahmen stark auf den PCF wirken können.

Grundsätzlich wird der Strom über Emissionsfaktoren bewertet – häufig als landesspezifischer Netz-Strommix. Wenn Sie nachweislich spezifischen Strom beziehen (z. B. über belastbare Vertrags-/Herkunftsnachweise), kann das – je nach Standard/Methodik und Nachweisführung – differenziert abgebildet werden. Wichtig ist, die gewählte Vorgehensweise konsistent anzuwenden und sauber zu dokumentieren.

Sehr häufig sind: unklare Systemgrenzen, fehlende oder veraltete Daten, zu grobe Annahmen bei Lieferantenprozessen und „Äpfel-mit-Birnen“-Vergleiche zwischen unterschiedlichen PCFs. Ein weiterer Fehler: Zu viele Details ohne klare Qualitätssicherung – am Ende ist das Ergebnis schwer prüfbar. Ein guter PCF ist nachvollziehbar, konsistent und gut dokumentiert.

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