Armutsquote steigt auf 15,5 %: 13 Millionen Menschen in Deutschland betroffen

Der Paritätische Armutsbericht 2025 meldet für 2024 rund 13 Mio. armutsbetroffene Menschen – etwa jede*r Siebte. Die Armutsquote stieg von 2023 auf 2024 um 1,1 Prozentpunkte auf 15,5 %. Insgesamt waren laut Destatis 17,6 Mio. Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.

Als arm gilt, wer unter 60 % des mittleren Einkommens liegt: 1.378 € netto/Monat für Alleinstehende und 2.893 € für eine vierköpfige Familie (2 Kinder <14). Gleichzeitig sinkt die reale Kaufkraft: Das mittlere Einkommen unterhalb der Armutsgrenze fiel preisbereinigt von 981 € (2020) auf 921 € (2024).

Besonders betroffen sind Alleinerziehende (27 %), Alleinlebende (29 %), 18–25-Jährige (≈25 %) und Senior*innen ab 65 (19,4 %). Frauen sind häufiger arm, u. a. wegen Teilzeit, geringerer Löhne und rund 30 % niedrigeren Rentenansprüchen.

Der Bericht hebt zudem räumliche Armutskonzentration und eine wachsende Vermögensschere hervor: 13 Mio. Arme stehen 1,6 Mio. Millionären gegenüber; 5,2 Mio. können sich grundlegende Dinge wie warme Wohnung oder ausreichende Kleidung nicht leisten.

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Die vollständigen Daten und Hintergründe finden Sie im Originalartikel.

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Simon Brechel

Nachhaltigkeitsberater

Unterstützt Organisationen strategisch und praxisnah – bei der Entwicklung, Umsetzung und Verankerung einer nachhaltigen Unternehmensführung.