Deutschland verpasst EED-Frist: EU-Energieeffizienzrichtlinie seit 11. Oktober nicht umgesetzt
Frist gerissen: Deutschland hat die Umsetzungsfrist der EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) am 11. Oktoberverstreichen lassen. Laut Deneff drohen dadurch Strafzahlungen in Milliardenhöhe.
Ziel deutlich verfehlt: Nach EU-Recht muss Deutschland bis 2023 eine Endenergieeinsparung von 26,5 %gegenüber 2008 erreichen. Ende 2024 lag die Einsparung laut UBA (2025) erst bei rund 13 % – etwa nur die Hälfte des Zielwerts.
Politischer Streit um zentrale Hebel: Statt nachzusteuern, könnte die neue Bundesregierung die Umsetzung sogar abschwächen – etwa durch eine mögliche Streichung der 65-%-Erneuerbaren-Vorgabe für neue Heizsysteme (§ 71 GEG) sowie eine Verwässerung der Pflichten zu Energiemanagementsystemen (EnMS) bzw. EMAS im Energieeffizienzgesetz (EnEfG).
Offene Vorgaben: u. a. die Sanierungspflicht/Vorbildfunktion der öffentlichen Hand (Art. 6 EED) und das Efficiency-First-Prinzip sind weiterhin nicht umgesetzt. Deneff warnt: Ohne wirksame Maßnahmen seien die 26,5 % bis 2030 kaum erreichbar.
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