Simplified ESRS: 61 % weniger Datenpunkte – trotzdem bleibt der Reporting-Aufwand hoch
Die EFRAG hat Anfang Dezember 2024 die überarbeiteten Simplified ESRS vorgestellt: 61 % weniger Datenpunkte, freiwillige Angaben gestrichen, insgesamt kürzere und verständlichere Standards. In der Praxis bleiben jedoch viele zentrale Aufwandstreiber bestehen.
Besonders deutlich wird das beim ESRS E1 (Klimawandel): Obwohl der Standard von knapp 40 auf 20 Seitenreduziert wurde, müssen Unternehmen weiterhin umfassend über THG-Emissionen in allen Scopes, Energieverbrauch und CO₂-Entfernung berichten. Klimawandel lässt sich kaum als unwesentlich einstufen – und falls doch, ist eine detaillierte Begründung inklusive Zukunftsszenario erforderlich.
Der Wechsel von regelbasierten zu prinzipienbasierten Standards erhöht den Gestaltungsspielraum, führt aber zu mehr Ermessensentscheidungen und damit häufig zu zusätzlichem Dokumentationsaufwand, weil jede Entscheidung nachvollziehbar begründet werden muss.
Die Wirkung unterscheidet sich nach Unternehmensgruppe: Welle-1-Unternehmen profitieren kurzfristig nur begrenzt und sollten die Übergangsphase für Detailanalysen nutzen (Definitionen können KPIs verändern). Welle-2-Unternehmen sollten konsequent mit der Double-Materiality-Assessment (DMA) starten bzw. ihren Ansatz prüfen, um auf die wirklich wesentlichen Themen zu fokussieren.
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