Studie: Klimaneutrale EU macht fossile Energien bis 2050 zu 90 % überflüssig
Eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), veröffentlicht in Nature Communications, zeigt: Ein kosteneffizienter Pfad zur Klimaneutralität könnte den Einsatz fossiler Energien in der EU bis 2050 um rund 90 % reduzieren. Haupttreiber sind erneuerbarer Strom und Elektrifizierung; Bioenergie und grüner Wasserstoff ergänzen in ausgewählten Sektoren.
Im kosteneffizienten Szenario verbleiben etwa 10 % fossile Restbedarfe, vor allem in der Chemieindustriesowie im Luft- und Schiffsverkehr. Diese Emissionen würden durch CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) ausgeglichen.
Die Studie zeigt zudem, dass ein nahezu vollständiger Ausstieg (bis zu 99 %) technisch möglich ist, allerdings nur mit deutlich höheren Anstrengungen und einem schnellen Hochlauf CO₂-neutraler E-Fuels. Das erhöht die Transformationskosten, senkt aber Importabhängigkeit und den Bedarf an unterirdischer CO₂-Speicherung.
Grundlage der Analyse ist das am PIK entwickelte Energie-Wirtschaftsmodell REMIND. Die Autoren betonen: Frühe, konsequente Investitionen und politische Ausrichtung am Langfristziel Klimaneutralität sind entscheidend – jeder vermiedene fossile Brennstoff stärkt Europas Resilienz und Unabhängigkeit.
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