VSME seit 30.07.2025 empfohlen: EU-Standard soll KMU-Reporting vereinheitlichen

Mit dem VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs) schafft die EU einen freiwilligen Reporting-Standard für nicht kapitalmarktorientierte KMU, die zwar oft aus gesetzlichen Pflichten herausfallen, aber zunehmend ESG-Daten an Kunden, Banken, Investoren, Förderstellen und Lieferkettenpartner liefern müssen. Entwickelt wurde der Standard von EFRAG; die EU-Kommission empfiehlt seine Nutzung seit 30. Juli 2025.

Der VSME ist modular aufgebaut: Das Basic Module deckt Basisangaben zu Strategie, Governance, Umwelt, Sozialem, Mitarbeitenden und Lieferkette ab. Das Comprehensive Module ergänzt vertiefte Kennzahlen (z. B. Emissionen, Energieverbrauch, Governance-Indikatoren) für höhere Transparenzanforderungen. Das „if applicable“-Prinzip begrenzt die Berichtspflichten auf tatsächlich relevante Themen.

Bis 2026 sollen digitale Templates und eine XBRL-Taxonomie entstehen, um Berichte maschinenlesbar und europaweit vergleichbar zu machen.

In der Praxis wird der Standard in stark regulierten oder finanzierungsabhängigen Branchen häufig zur De-facto-Pflicht. Vorteile sind geringeres Greenwashing-Risiko, höhere Glaubwürdigkeit und ein strukturiertes Fundament – auch als Brücke Richtung ESRS, falls später Berichtspflicht entsteht.

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Die vollständigen Daten und Hintergründe finden Sie im Originalartikel.

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Simon Brechel

Nachhaltigkeitsberater

Unterstützt Organisationen strategisch und praxisnah – bei der Entwicklung, Umsetzung und Verankerung einer nachhaltigen Unternehmensführung.