Digitaler Produktpass: Ab 2027 startet die neue EU-Transparenzpflicht
Mit dem Digitalen Produktpass (DPP) führt die EU schrittweise eine verpflichtende Transparenzlösung für Produkte ein. Grundlage ist die Ökodesign-Verordnung (ESPR). Unternehmen müssen künftig Informationen zu Materialien, Herstellung, Reparatur, Nutzung und Recycling digital bereitstellen und über einen QR-Code oder vergleichbare Technologien zugänglich machen.
- Der Batteriepass startet im Februar 2027. Textilien und Unterhaltungselektronik sollen ebenfalls 2027 folgen, Bauprodukte ab 2028. Weitere Branchen wie Möbel, Reifen, Kunststoffe, Chemikalien und Maschinen werden schrittweise bis 2030 einbezogen.
- Verantwortlich ist jeweils der Wirtschaftsakteur, der ein Produkt erstmals auf dem EU-Markt in Verkehr bringt.
- Der DPP soll Kreislaufwirtschaft fördern, Reparaturen erleichtern und die Vergleichbarkeit nachhaltiger Produkte verbessern. Unternehmen erhalten zugleich neue Möglichkeiten zur Kommunikation von Nachhaltigkeits- und Produktinformationen.
- Die größte Herausforderung bleibt die Datenverfügbarkeit entlang der Lieferkette. Unternehmen sollten deshalb frühzeitig eine Dateninventur durchführen, Lieferanten einbinden und digitale Prozesse für die Erfassung und Bereitstellung der erforderlichen Informationen aufbauen.
Für viele Unternehmen wird der DPP damit zu einem zentralen Baustein des zukünftigen Nachhaltigkeits- und Lieferkettenmanagements.
Mehr Informationen
Die vollständigen Daten und Hintergründe finden Sie im Originalartikel

