Erneuerbare decken im ersten Halbjahr 2026 rund 57 Prozent des Stromverbrauchs
- Strom: Wind, Sonne und andere regenerative Quellen erzeugten in Deutschland von Januar bis Juni etwa 153 TWh, 6 Prozent mehr als im windschwachen Vorjahreszeitraum. Windkraft trug rund 45 Prozent dazu bei, Photovoltaik 34 Prozent. Am Bruttostromverbrauch kamen die Erneuerbaren auf 57 Prozent (2025: 54 Prozent). Eine Prognose für das Gesamtjahr ist wegen der Abhängigkeit von Wetter und Konjunktur noch nicht möglich.
- Ausbau: Mit rund 8 GW neuer Solarleistung dürfte das EEG-Ziel von 128 GW für 2026 bereits im Sommer erreicht werden. Bei Windkraft an Land kamen netto nur etwa 2 GW hinzu, der Bestand liegt bei rund 70 GW. Das Jahresziel von 84 GW wird voraussichtlich klar verfehlt.
- Wärme: Die erneuerbare Wärmebereitstellung stieg um 3 Prozent auf etwa 121 TWh. Die per Wärmepumpe genutzte Umweltwärme wuchs um mehr als 19 Prozent. Feste Biomasse liefert weiterhin knapp zwei Drittel.
- Verkehr: Mit 27 TWh (+13 Prozent) wurde ein neuer Halbjahresrekord erreicht. Gründe sind die auf 12 Prozent angehobene THG-Minderungsquote, die einen höheren Absatz von Biodiesel und HVO nach sich zog, sowie ein um über 20 Prozent gestiegener Einsatz von Ökostrom in E-Fahrzeugen.

