EU verdrängt Agenda 2030 trotz wachsender Nachhaltigkeitsdefizite
- Laut European Sustainable Development Report 2026 verliert die Agenda 2030 politisch an Bedeutung: Seit 2025 fehlen Verweise auf die UN-Nachhaltigkeitsziele weitgehend in den Arbeitsprogrammen der EU-Kommission. Auch die politischen Leitlinien für 2024 bis 2029 erwähnen die SDGs nicht.
- Besonders groß sind Europas Rückstände beim Klimaschutz, beim Schutz von Meeren und Landökosystemen, bei nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Landwirtschaft. Selbst Finnland, Schweden und Dänemark als Spitzenreiter des europäischen SDG-Rankings verfehlen mindestens zwei Zielbereiche deutlich.
- Gleichzeitig verschärfen sich soziale Ungleichheiten. Seit 2021 nahm die materielle Entbehrung auch in Finnland, Schweden und Deutschland zu. EU-Beitrittskandidaten liegen im Gesamtindex durchschnittlich mehr als elf Punkte unter dem EU-Niveau.
- Der Bericht fordert eine erneute politische Verpflichtung auf die SDGs, eine zweite freiwillige EU-Überprüfung bei den Vereinten Nationen bis 2027 und einen Entwicklungsrahmen für die Zeit nach 2030.
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