GRI bleibt global führend: 40 % der Großunternehmen berichten nach dem Standard

Die Global Reporting Initiative (GRI) bleibt laut dem im Juni 2026 veröffentlichten Bericht „State of Sustainability Reporting“ das weltweit am häufigsten genutzte Rahmenwerk für Nachhaltigkeitsberichterstattung. Grundlage der Analyse sind 14.682 börsennotierte Unternehmen mit mindestens 250 Mio. US-Dollar Jahresumsatz.

  • 87 % der untersuchten Unternehmen veröffentlichen mittlerweile einen Nachhaltigkeitsbericht. 40 % berichten nach GRI und repräsentieren damit 62 % der weltweiten Marktkapitalisierung.
  • Nachhaltigkeitsberichterstattung erfolgt zunehmend als Multi-Framework-Ansatz: GRI wird häufig mit TCFD (34 %), SASB (23 %), CDP (21 %), ISSB (13 %) oder ESRS (10 %) kombiniert.
  • Die Nutzung von GRI verlagert sich geografisch: Im Globalen Süden liegt die GRI-Nutzungsquote bei 43 %, während Europa und Nordamerika Rückgänge verzeichnen. Gründe sind unter anderem die Einführung der ESRS in der EU sowie regulatorische Unsicherheiten in den USA.
  • Besonders häufig werden die Standards zu Emissionen (62 %), Energie (61 %) sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (60 %) angewendet.

Der Bericht zeigt, dass Nachhaltigkeitsberichterstattung weltweit etabliert ist. Gleichzeitig gewinnen Interoperabilität und die Abstimmung zwischen GRI, ESRS, ISSB und weiteren Standards für Unternehmen zunehmend an Bedeutung.

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Simon Brechel

Nachhaltigkeitsberater

Unterstützt Organisationen strategisch und praxisnah – bei der Entwicklung, Umsetzung und Verankerung einer nachhaltigen Unternehmensführung.