Klimaschutzprogramm 2026 unterschätzt Emissionslücke um rund 20 %
- Das Bundeskabinett hat 67 Maßnahmen beschlossen, die 2030 zusätzlich mehr als 25 Millionen Tonnen CO₂ einsparen sollen. Damit soll Deutschland sein Ziel erreichen, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 % gegenüber 1990 zu senken.
- Grundlage des Programms sind jedoch Projektionsdaten von 2025. Nach neueren Berechnungen des Umweltbundesamtes fehlen zur Zielerreichung rund 30 Millionen Tonnen – etwa 20 % mehr als im Programm berücksichtigt. Der Sachverständigenrat für Klimafragen bezweifelt daher, dass die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.
- Besonders in den Bereichen Verkehr und Gebäude fehlen Fachleuten zufolge verlässliche Anreize für E-Autos, Wärmepumpen und energetische Sanierungen. Nach Einschätzung des PIK könnte das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz bis 2030 zusätzliche 16 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente verursachen; bis 2040 könnten es 230 Millionen Tonnen sein.
- Kritisiert werden außerdem fortbestehende klimaschädliche Subventionen und die starke Abhängigkeit von Förderprogrammen sowie freiwilligen Effekten. Die Deutsche Umwelthilfe kündigte eine Klage auf Nachbesserung an.
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